Die Installierte Arbeit hat ihren Ursprung in der Cabaletta Sempre Libera aus La Traviata von Giuseppe Verdi - Librettist Francesco Maria Piave.

 

Das Selbstportrait aus „Die vom Wege Abgekommene" ist eine Homage an Violetta Valéry. Im Zentrum des Stückes steht eine von der Gesellschaft geächtete und abgelehnte Person.

Violetta Valery verkörpert eine Frau die Freiheitsliebend und von den schönen Reizen des Lebens angetan ist. Sie frönt der Lust und trinkt gerne um einem der tief liegenden Schmerzenszustände, des Liebeskummers, die Stirn zu bieten.

Erster Akt

Die Kurtisane Violetta Valéry veranstaltet in ihrem Salon eine Feier. Sie wird einem attraktiven jungen Mann vorgestellt, Alfredo Germont, der weit aufmerksamer und aufrichtiger ist als ihr aktueller Begleiter, Baron Douphol.

Als Violetta sich nach einem Hustenanfall ausruhen muss, nutzt Alfredo den Moment an ihrer Seite, um ihr seine Liebe zu gestehen. Sie entmutigt ihn, weil sie gar nicht wisse, wie man liebe, und außerstande sei, mit starken Gefühlen umzugehen. Schließlich gibt sie ihm eine Kamelie, die er ihr, sobald sie verblüht ist, zurückbringen soll um ihn wieder zu sehen. Alfrede kommt mit der verblühten Blume bereits am darauf folgenden Tag wieder - Allein gibt sie sich beinahe Alfredos Vorstellung gegenseitiger Hingabe hin, versucht dann aber, diese Gedanken mit einem Lobgesang auf den Genuss zu verdrängen - Sempre Libera.

 

Zweiter Akt

Drei Monate später, leben Violetta und Alfredo in einem Haus außerhalb von Paris und leben ihre freie Liebe aus. Alfredo findet heraus, dass Violetta heimlich ihre Besitztümer verkauft, um den neuen Lebensstil der beiden zu finanzieren. Bestürzt verschwindet er nach Paris, wo er versuchen will, Geld zu beschaffen. Während seiner Abwesenheit erhält Violetta Besuch von Alfredos Vater, Giorgio Germont, der von der Aufrichtigkeit ihrer Hingabe beeindruckt ist. Dennoch verlangt er von ihr, das Liebesverhältnis zu beenden, um das Ansehen seiner Familie zu bewahren. Violetta, im Wissen darum, dass sie an Tuberkulose sterben wird, akzeptiert, dass dieses Ende vielleicht das Beste sei. Als Alfredo heim kehrt, liegt ein Brief von Violetta auf dem Tisch. Er glaubt zunächst, es gehe um das Geld. Als er jedoch liest, dass sie sich entschieden hat, zu ihrem alten Leben zurückzukehren, ist er verzweifelt.

 

Dritter Akt

Violettas Zustand hat sich stark verschlechtert und ihr bleiben nur noch einige Stunden zu leben. Alfredos Vater, beschämt wegen seiner früheren Prinzipien und des Kummers, den er anderen verursacht hat, erzählt Alfredo vom gesundheitlichen Zustand Violettas. Der will nun eilig zu seiner Geliebten zurückkehren. Violetta weiß, dass sie keine Zukunft hat, und nimmt von ihrer Vergangenheit Abschied. Alfredo erscheint bei Violetta und bittet um Verzeihung. Für kurze Zeit vergisst sie ihre Krankheit und schließt sich seinen Plänen für eine glückliche Zukunft an. Tatsächlich fühlt Violetta ihre alten Kräfte zurückkommen; sie erhebt sich, bricht aber in einem Hustenanfall zusammen und muss erkennen, dass sie nicht mehr die Kraft dazu hat. Sie schenkt Alfredo ein Medaillon zur Erinnerung – und fällt tot nieder..!

The installed work has its origin in the Cabaletta Sempre Libera from La Traviata by Giuseppe Verdi - librettist Francesco Maria Piave.

The self-portrait from "The one who has gone astray" is a homage to Violetta Valéry. At the center of the piece is a person ostracized and rejected by society.
Violetta Valery embodies a woman who loves freedom and is taken with the beautiful charms of life. She indulges in lust and loves to drink in order to defy one of the deep-seated states of pain, the lovesickness.

Act One
The courtesan Violetta Valéry organizes a party in her salon. She is introduced to an attractive young man, Alfredo Germont, who is far more attentive and sincere than her current companion, Baron Douphol. When Violetta has to rest after a coughing attack, Alfredo uses the moment at her side to confess his love to her. She discourages him because she doesn't know how to love and is unable to deal with strong feelings. Finally she gives him a camellia, which he should bring back to her as soon as it has faded, so that he can see her again. Alfrede comes back the very next day with the faded flower. Alone, she almost gives in to Alfredo's idea of mutual devotion, but then tries to suppress these thoughts with a song of praise for pleasure - Sempre Libera.

Second Act
Three months later, Violetta and Alfredo are living in a house outside Paris, living out their free love. Alfredo finds out that Violetta is secretly selling her possessions to finance the two's new lifestyle. Alarmed, he disappears to Paris, where he tries to raise money. During his absence, Violetta receives a visit from Alfredo's father, Giorgio Germont, who is impressed by the sincerity of her devotion. 
Nevertheless, he demands that she end the love affair in order to preserve the reputation of his family. Violetta, knowing that she will die of tuberculosis, accepts that this end is perhaps the best. When Alfredo returns home, a letter from Violetta is on the table. At first he thinks it is about the money. But when he reads that she has decided to return to her old life, he is desperate.

Third Act
Violetta's condition has worsened considerably and she has only a few hours to live. Alfredo's father, ashamed of his former principles and the grief he has caused others, tells Alfredo about Violetta's health condition. He now hurries to return to his beloved. Violetta knows that she has no future and says goodbye to her past. Alfredo appears with Violetta and asks for forgiveness. For a short time she forgets her illness and joins his plans for a happy future. In fact, Violetta feels her old powers coming back; she rises, but collapses in a coughing fit and has to realize that she no longer has the strength to do so. She gives Alfredo a medallion as a reminder - and falls down dead...!

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